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Sudoku-Varianten: Welche Arten von Sudoku gibt es?

Fast alle Varianten behalten die Grundregel: Jede Ziffer steht in jeder Zeile, Spalte und jedem Kasten genau einmal. Sie ändern das Raster, die Form der Kästen oder fügen eine Regel hinzu. Hier findest du die gängigen Arten mit ihren Regeln.

Aktualisiert am

Die Arten auf einen Blick

VarianteRasterWas anders ist
Klassisches Sudoku9×9, Kästen 3 × 3Das Original, alle anderen bauen darauf auf
Mini-Sudoku6×6 oder 4×4Kleineres Raster, Ziffern 1 bis 6 oder 1 bis 4
Killer-Sudokumeist 9×9Käfige mit Summen, oft ohne vorgegebene Ziffern
Diagonal-Sudokumeist 9×9Auch die zwei langen Diagonalen enthalten jede Ziffer einmal
Jigsaw-Sudokumeist 9×9Unregelmäßig geformte Kästen
Samurai-Sudokufünf 9×9-RasterDie Raster überlappen sich an den Ecken
Krimi-SudokuSudoku plus RaumplanVerdächtige im Plan setzen und einen Fall lösen

Klassisches Sudoku (9×9)

Das klassische Sudoku hat 81 Felder in 9 Zeilen und 9 Spalten, aufgeteilt in neun Kästen mit je 3 × 3 Feldern. Jede Ziffer von 1 bis 9 steht in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem Kasten genau einmal. Alle Varianten auf dieser Seite setzen diese Regel voraus. Wie du ein Sudoku Schritt für Schritt löst, erklären die Sudoku-Regeln.

Mini-Sudoku: 6×6 und 4×4

Als Mini-Sudoku bezeichnet man die kleinen Raster. Ein 6×6-Sudoku hat 36 Felder und sechs Kästen, die 2 Felder hoch und 3 breit sind, mit den Ziffern 1 bis 6. Ein 4×4-Sudoku hat 16 Felder und vier Kästen mit 2 × 2 Feldern, mit den Ziffern 1 bis 4. Die Regel bleibt dieselbe, nur das Raster ist kleiner. Das macht Mini-Sudokus gut zum Lernen und für kurze Pausen.

Ein vollständig gefülltes 4×4-Sudoku, der Kasten C1 bis D2 hervorgehoben

  1. Zeile 1: 1, 2, 3, 4
  2. Zeile 2: 3, 4, 1, 2
  3. Zeile 3: 4, 3, 2, 1
  4. Zeile 4: 2, 1, 4, 3
Ein gefülltes 4×4-Sudoku. Jede Zeile, jede Spalte und jeder der vier Kästen enthält die Ziffern 1 bis 4.

Regeln, Tipps und ein Beispiel mit Lösung für das kleine Raster findest du im Ratgeber 6×6-Sudoku.

Killer-Sudoku

Beim Killer-Sudoku ist das Raster zusätzlich in Käfige eingeteilt: Gruppen von Feldern mit gestricheltem Rand und einer kleinen Zahl in der Ecke. Die Zahl ist die Summe der Ziffern im Käfig, und innerhalb eines Käfigs wiederholt sich keine Ziffer. Dazu gelten die normalen Sudoku-Regeln. Oft ist zu Beginn keine einzige Ziffer vorgegeben.

Manche Käfige verraten ihren Inhalt sofort. Zwei Felder mit der Summe 3 können nur 1 und 2 enthalten, zwei Felder mit 17 nur 8 und 9, drei Felder mit 6 nur 1, 2 und 3. Bei der Summe 10 aus zwei Feldern gibt es dagegen vier Möglichkeiten: 1 + 9, 2 + 8, 3 + 7 und 4 + 6. 5 + 5 scheidet aus, weil sich im Käfig keine Ziffer wiederholt.

Ein zweiter Ansatz: Jede Zeile, jede Spalte und jeder Kasten enthält die Ziffern 1 bis 9 und ergibt zusammen immer 45. Kennst du die Summe einiger Felder eines Kastens, etwa aus Käfigen, die ganz in ihm liegen, kennst du auch die Summe der übrigen. Fehlt nur ein Feld, steht seine Ziffer fest. Beim Killer-Sudoku rechnest du also ein wenig mit, aber nur mit kleinen Summen.

Diagonal-Sudoku

Das Diagonal-Sudoku, auch X-Sudoku genannt, hat eine Regel mehr: Auch die beiden langen Diagonalen von Ecke zu Ecke müssen jede Ziffer von 1 bis 9 genau einmal enthalten. Das Feld in der Mitte gehört zu beiden Diagonalen. Die Diagonalen sind damit ein vierter Bereich, den du beim Ausschließen mitprüfst.

Ein vollständig gefülltes Diagonal-Sudoku, beide Diagonalen hervorgehoben

  1. Zeile 1: 3, 6, 5, 7, 8, 1, 4, 2, 9
  2. Zeile 2: 9, 4, 1, 3, 2, 6, 8, 7, 5
  3. Zeile 3: 7, 2, 8, 5, 4, 9, 6, 1, 3
  4. Zeile 4: 2, 7, 9, 6, 5, 8, 1, 3, 4
  5. Zeile 5: 5, 3, 6, 9, 1, 4, 2, 8, 7
  6. Zeile 6: 8, 1, 4, 2, 3, 7, 9, 5, 6
  7. Zeile 7: 6, 9, 3, 8, 7, 2, 5, 4, 1
  8. Zeile 8: 1, 5, 2, 4, 6, 3, 7, 9, 8
  9. Zeile 9: 4, 8, 7, 1, 9, 5, 3, 6, 2
Ein gefülltes Diagonal-Sudoku. Beide Diagonalen enthalten wie jede Zeile, Spalte und jeder Kasten die Ziffern 1 bis 9.

Jigsaw-Sudoku: unregelmäßige Kästen

Beim Jigsaw-Sudoku sind die Kästen keine Quadrate, sondern unregelmäßig geformte Gebiete. In einem 9×9-Raster besteht jedes Gebiet aus neun zusammenhängenden Feldern. Sonst gilt die gewohnte Regel: Jede Ziffer steht in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem Gebiet genau einmal. Weil die Gebiete ineinandergreifen, musst du die dicken Linien besonders genau verfolgen.

Samurai-Sudoku

Ein Samurai-Sudoku besteht aus fünf 9×9-Sudokus, die sich in Form eines X überlappen. Das mittlere Raster teilt jeden seiner vier Eckkästen mit einem der vier äußeren Raster. Die Ziffern in einem gemeinsamen Kasten zählen für beide Sudokus. Zusammen sind es 369 Felder. Gute Startpunkte sind die gemeinsamen Kästen, weil dort die Vorgaben aus zwei Rastern zusammenkommen.

Krimi-Sudoku: Sudoku mit Raumplan

Beim Krimi-Sudoku, auch Mord-Sudoku genannt, ist das Zahlenrätsel Teil eines Kriminalfalls. Zum Sudoku kommt ein Raumplan: ein Grundriss mit Räumen und Möbeln, in den du die Verdächtigen setzt. Dort gilt eine Regel, die an Sudoku erinnert: Je Zeile und Spalte steht genau eine Person. Die Aussagen der Verdächtigen grenzen ein, wer wo war, bis feststeht, wer mit dem Opfer allein war.

Der Reiz liegt in den zwei Ebenen: Das Sudoku ist eine vertraute Aufgabe, der Raumplan verlangt räumliches Denken und genaues Lesen. Alle Einzelheiten zum Plan stehen in den Raumplan-Regeln.

Welche Variante passt zu wem?

  • Zum Lernen und für kurze Pausen: Mini-Sudoku mit 4×4 oder 6×6 Feldern.
  • Für die tägliche Runde: das klassische 9×9-Sudoku, das es in allen Schwierigkeitsstufen gibt.
  • Wenn 9×9 zur Routine wird: Diagonal- oder Jigsaw-Sudoku. Beide ändern wenig an der Grundregel und fühlen sich trotzdem neu an.
  • Wenn du gern ein wenig rechnest: Killer-Sudoku.
  • Für lange Abende: Samurai-Sudoku mit fünf Rastern auf einmal.
  • Wenn du Krimis magst: Krimi-Sudoku, bei dem jedes gelöste Rätsel den Fall voranbringt.

Sudoku im Krimi

In Sudocrime spielst du Krimi-Sudoku. Der Probefall „Der verschwundene Schlüssel“ beginnt klein: ein 4×4-Sudoku, ein 4×4-Raumplan und kein Mord. In „Das Schweigen von Lindenrain“ hat jedes der sechs Kapitel ein 6×6-Sudoku und einen Raumplan mit 5×5 oder 6×6 Feldern. Wenn du nicht weiterkommst, zeigt dir die Hilfe in drei Stufen den nächsten Schritt. Wie ein Fall abläuft, zeigt Mord-Sudoku: So funktioniert ein Fall. Techniken, die dir in jeder Variante helfen, findest du in den Sudoku-Tipps.

Häufige Fragen

Welche Varianten von Sudoku gibt es?

Neben dem klassischen 9×9-Sudoku gibt es kleinere Raster wie 6×6 und 4×4, Killer-Sudoku mit Käfigsummen, Diagonal-Sudoku mit zwei zusätzlichen Diagonalen, Jigsaw-Sudoku mit unregelmäßig geformten Kästen und Samurai-Sudoku aus fünf überlappenden Rastern. Beim Krimi-Sudoku ist das Sudoku Teil eines Kriminalfalls mit Raumplan.

Wie löst man Killer-Sudoku?

Beginne mit Käfigen, deren Inhalt feststeht. Zwei Felder mit der Summe 3 können nur 1 und 2 enthalten, zwei Felder mit der Summe 17 nur 8 und 9. Außerdem ergibt jede Zeile, jede Spalte und jeder Kasten zusammen 45. Daraus lassen sich fehlende Ziffern berechnen. Danach gelten die üblichen Sudoku-Schritte.

Hat Sudoku etwas mit Intelligenz zu tun?

Sudoku ist kein Intelligenztest. Du brauchst weder Mathematik noch Vorwissen, sondern Geduld und sauberes logisches Schließen: Aus dem, was sicher feststeht, folgt Schritt für Schritt das Nächste. Das lässt sich üben, und jede Variante übt es ein wenig anders.